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Studium: Chemie-Ingenieurwesen - 3. Semester

Stundenplan im 3. Semester:

  Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
8.00     08:15-9:30
Technische Thermodynamik I

Computergestützte Anlagenplanung
CAD Praktikum

 
8.30 08:30-10:00
Grundlagen der
BWL für Ingenieure

08:30-10:00
BioanorganischeChemie
(eigentlich HM III)

9.00
9.30
10.00 10:00-11:00
Physikalische Chemie II
10:00-11:00
Physikalische Chemie II
10:00-11:00
Physikalische Chemie II
10.30
11.00

11:15-12:45
Konstruktion im Anlagenbau I (KiA)

11:15 - 12:00
Höhere Mathematik III
11:00 - 12:00
PC II - Übung
11.30
12.00 12:00 - 17:00
Organik-Praktikum

(nur vier Wochen)
 

12:00 - 17:00
Organik-Praktikum

(nur vier Wochen)

oder
12:00 - 13:45
Mathematik Tutorübung

12.30 Anwendungen im Apparate- und Anlagenbau
(Tutorium - freiwillig)
13.00 12:00 - 17:00
Organik-Praktikum

(nur vier Wochen)
13.30
14.00 14:00 - 15:00
KiA I (Übung)
14:00 - 15:00
Thermodynamik I
14.30
15.00 15:00 - 17:00
Technische Thermodynamik I
(Übung)
15:15 - 16:00
Zentralübung HM III
15.30
16.00  
16.30
17.00

Fächer:

- HMII: Höhere Matematik III (Vachenauer)
  Zeitaufwand: 3 SWS + 1 SWS Zentralübung + 2 SWS Tutorübung

- PCII: Physikalische Chemie II (Neusser)
  Zeitaufwand: 3 SWS + 1 SWS Übung

- TDI: Technische Thermodynamik I (Sattelmayer)
  Zeitaufwand: 3 SWS + 2 SWS Übung

- OCI: Organisch-Chemisches Praktikum I
  Zeitaufwand: 3x 12:00 bis 17:00 (vier Wochen)

- KiA: Konstruktion im Anlagenbau I (Strohmeier)
  Zeitaufwand: 2 SWS + 1 SWS Übung

- KiA (Tutorium): Anwendungen im Apparate- und Anlagenbau (Strohmeier)
  Zeitaufwand: 1 SWS (freiwillig - "Hingehschein")

- KiA (CAD-Praktikum): Computergestützte Anlagenplanung (Strohmeier)
  Zeitaufwand: 3 SWS

- BWL: Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre für Ingenieure (Reichwald)
  Zeitaufwand: 2 SWS (nicht hingegangen)

- Bioanorganische Chemie (freiwillig von mir genommen anstatt HMIII, da interessant)
  Zeitaufwand: 2 SWS

Dies ergibt einen Zeitaufwand, falls man überall hingeht, von:
26 SWS + 15h pro Woche Praktikum auf vier Wochen, umgerechnet also etwa 29 SWS.

Höhere Mathematik 3

- Funktionen von mehreren reellen Variablen - Integration:
  - Parameterintegrale
  - Kurvenintegrale
  - Flächenintegrale in der Ebene
  - Oberflächenintegrale und Volumenintegrale im Raum
- Gewöhnliche Differentialgleichungen:
  - Differentialgleichungen 1. Ordnung
  - DGL-Systeme 1.Ordnung, DGLn höherer Ordnung
  - Die Laplace-Transformation
  - Stabiltät
  - Randwertprobleme
  - Lösung durch Potenzreihen
  - Lösung durch Fourier-Reihen
  - Numerische Lösung

Physikalische Chemie 2

- Gleichgewicht einer chemischen Reaktion
- Elektrochemie
- Ionentransport in Elektrolyten
- Diffusion
- Kinetik

mehr hier:
http://ruppert.phys.chemie.tu-muenchen.de/physchem2.htm

Bioanorganische Chemie

1. Einleitung: Definition, Abgrenzung, Ziele
2. Komplexchemie (Übergangsmetallkomplexe, Bioliganden, Struktuten)
3. Pumpen, Kanäle, Transport-Proteine (Natrium-/Kaliumpumpe,
   Biochemie des Calciums, O2-Transport, Metall-Porphyrin-Komplexe,
   Bindungszentren in Myoglobin/Hämoglobin)
4. Metallenzyme als Säure/Base-Katalysatoren (Decarboxylasen,
   Carboxypeptidasen, Biochemie des Zinks, Mechanismen)
5. Redoxkatalyse (Photosynthese und Atmung, Fe-S-Proteine,
   Vitamin B12, Cytochromverbindungen, Cytochrom-P-450,
   Oxygenierung, N2-Fixierung)
6. Biomineralisation
7. Medizinische Chemie / Antibiotika

mehr hier:
http://aci.anorg.chemie.tu-muenchen.de/anwander/lehre_bio.html

Technische Thermodynamik I

Im Gegensatz zu der chemischen Thermodynamik (PC I) aus dem zweiten Semester, wo es hauptsächlich um Gase und chemische Umwandlungen geht (Umwandlung einer allotropen Modifikation in eine Andere, oder Phasenübergänge), geht es bei der technischen Thermodynamik um ein ganz anderes Anwendungsgebiet.

In dem ersten Hauptsatz gehen neben der Volumen- und Druckänderungsarbeit auch Reibungsarbeit und Verschiebearbeit oder andere Formen von mechanischer Arbeit mit ein. Bei der technischen Thermodynamik wird oft die Masse berücksichtigt in Form von potentieller und kinetischer Energie. Die Systeme, die auftreten können sind vielfältiger als in der chemischen Thermodynamik: es gibt geschlossene, offene, ruhende und sich bewegende Systeme, daher mussen neben der Emergieströme (dE/dt) auch die Masseströme (dm/dt) im ersten Hauptsatz berücksichtigt werden. Alles in allem wird dadurch der erste HS etwas komplexer als der 'klassische', der in der Physik und Chemie benutzt wird.

Beim zweiten Hauptsatz ist die wichtigste Erweiterung, dass es nun auch Entropieänderungen durch Reibung geben kann. Außerdem werden oft technische Problemstellungen behandelt, z.B. eine Drosselung. Gase oder Gasgemische dürfen oft nicht mehr als ideal angesehen werden und müssen daher als reale Gase berechnet werden. Daher gibt es auch polytrope Zustandsänderungen mit gebrochenen Adiabatenkoeffizienten (z.B. kapa = 1,364).

Und als letzten wichtigen Unterschied werden alle Größen masseabhängig, d.h. pro Kilogramm angesehen und nicht Molekular, d.h. pro Mol, das führt manchmal zu Verwechslungen..

Obwohl ich die chemischen Anwendungsgebiete und die chemische Herangehensweise lieber mag, ist die technische Thermodynamik ein sehr interessantes Gebiet, das sich nur Anfangs mit der chemischen Überschneidet. Die Aufgaben in der technischen sind oft komplexer als in der chemischen, aber die in der chemischen verlangen oft ein tieferes Verständnis (muss aber selbstverständlich nicht immer so sein). Alles in allen bilden chemische und technische eine gute Basis für viele themodynamische Problemstellungen.

Zu der Vorlesung und zu den Übungen kann ich nur wenig sagen, da ich oft nicht da war. Aber die Vorlesung ist wohl recht empfehlenswert, da Prof. Sattelmayer relativ langsam die Sachverhalte erklärt, für meinen Geschmack teilweise zu langsam und langweilig. Die Übungen waren ähnlich: meist dort ausführlich wo ich es eh schon konnte und zu schnell wo ich vielleicht etwas länger nachdenken musste. Außerdem waren die Übungen immer so spät, dass ich die sowieso nicht bis zum Schluss ausgehalten habe :)

mehr hier:
http://www.thermo-a.mw.tum.de/tum-td/de/studium/lehre/thermo_1

Konstruktion im Anlagenbau 1

- Modellierung von Schraubenverbindungen
- Druckverlustberechnung, Rohrleitungen und Armaturen
- Pumpen und Verdichter
- Dichtungsbauarten
- Strömungsmechanik im Anlagenbau
- Schwingungsprobleme im Anlagenbau
- Ventile, Schieber, Sicherheitsventile
- Störfall-relevante Leckagen
- Nationale und internationale Regelwerke