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Studium: Chemie-Ingenieurwesen - 1. Semester

Da ich das erste Semester erfolgreich überstanden habe, werde ich aufzählen was mir aufgefallen ist und wie ich die Vorlesungen und das Chemie-Praktikum empfunden habe.

Stundenplan im 1. Semester:

  Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
8.00 08:00-09:00
IT-Praktikum
08:15-09:45
Physik
 

 

 
8.30 08:30-10:00
Informations-Technik
08:30-10:00
TM I-Zentralübung
oder: AC I
9.00 09:15-10:00
TM I
09:00-10:30
Experimental Chemie I
9.30
10.00 10:30-12:00
Experimental Chemie I
10:00-12:00
Technische Mechanik I
10:15-11:45
Höhere Mathematik I

 

10.30 10:45-12:15
Höhere Mathematik I
11.00
11.30
12.00    
12.30  
13.00 13:00-14:00
Physik Übung

13:00-17:00
AC I-Praktikum

Qualitative Analyse

13:00-17:00
AC I-Praktikum

Qualitative Analyse
13.30
14.00 14:15-15:45
HM I-Zentralübung
14:00-15:00
IT-Übung
14.30
15.00
15.30

 

16.00 16:00-17:00
Machinen-zeichnen

16:00-17:30
Stoffkunde

16.30
17.00
17.30

 

 

Fächer:

- HMI: Höhere Matematik I (Vachenauer) 
  Zeitaufwand: 4 SWS + 2 SWS Zentralübung + 2 SWS Tutorübung

- TMI: Technische Mechanik I (Pfeiffer/Ulbrich)
  Zeitaufwand: 3 SWS + 2 SWS Zentralübung + 2 SWS Tutorübung

- AC: Experimentalchemie (Anorganische Chemie) (Schmidbaur)
  Zeitaufwand: 3 SWS

- AC: Analytische Chemie I (Schmidbaur)
  Zeitaufwand: 1 SWS

- AC: Qualitatives Praktikum oder Seminare zum Praktikum
  Zeitaufwand: 2x 13:00 bis 17:00

- Ph: Physik (Wagner)
  Zeitaufwand: 2 SWS

- IT: Informationstechnik (Bender)
  Zeitaufwand: 2 SWS + 1 SWS Übung + 1 SWS Praktikum

- (Roh-)Stoffkunde (Born)
  Zeitaufwand: 2 SWS

- MZ: Machinenzeichnen (Günthner)
  Zeitaufwand: 1 SWS

Dies ergibt einen Zeitaufwand, falls man überall hingeht, von:
28 SWS + 8h pro Woche Praktikum, umgerechnet also fast 39 SWS.

Höhere Mathematik 1

Höhere Mathematik ist eines der vielen schwierigen Fächer dieses Studienganges. Die Vorlesung richtet sich neben den Chemie-Ingenieuren auch an die Machinenbauer und findet in der Machinenbaufakultät im großen Vorlesungssaal statt.

Die Lehrinhalte des ersten Semesters sind teilweise noch aus der Schul- zeit bekannt aber größtenteils derartig neu ausgearbeitet, dass die Schulmathematik schnell ihr Ende findet. Folgendes sind im groben die Lehrinhalte:

- Zahlen und Vektoren
- Lineare Algebra
- Funktionen, Grenzwerte, Stetigkeit
- Differentiation

An sich kann man sich die Vorlesung schenken, da sich Dr. P. Vachenauer sehr nach seinen Buch "Höhere Mathematik 1" (ISBN 3-540-41850-4) richtet. Jedoch bin ich eigentlich immer hingegangen, da man irgendwie doch etwas mitnimmt und Herr Vachenauer manchmal ein paar "Ticks" gibt, die einem etwas Licht in die Mathematik bringen.

Das Niveau der Vorlesung ist durchweg hoch, es wird allerdings mehr Praxis bezogene Mathematik unterrichtet, wichtige Herleitungen fehlen aber nicht.

Eine Klausur am Ende des Semesters gibt es nicht, nur eine freiwillige Semestralklausur, dafür wird im Vordiplom 1 (nach dem 2 Semester) eine wohl sehr schwierige Klausur auf mich zukommen.

Die Übungen sind eigentlich sehr gut und teilweise wichtiger als die Vor- lesung, die Übungsaufgaben sind dabei sehr abwechslungsreich oft mit Anwendungen aus der technischen Mechanik.

Technische Mechanik 1

Das klassische Fach eines jeden Ingenieur-Studienganges (außer Architektur), im ersten Semester geht es um Statik. Eine Klausur gibt es nach dem 2. Semester im Vordiplom und wird wohl wie Mathematik eine der schwierigsten Klausuren werden.

Die Vorlesung ist wenig sinnvoll, daher bin ich dort auch nur unregelmäßig hingegangen, die Übungen sind jedoch um einiges besser.

Naja dieses Fach wird wohl eines der Facher sein, wo ich noch viel tun muss um durch die DVP zu kommen...

Anorganische Experimental Chemie / AC-Seminare

Diese Vorlesung ist mit den Seminaren die absolut zeitraubendste Vorlesung die es im ersten Semester gibt! Es gilt am ende des Semesters mindestens den Riedel auswendig zu können. Dabei muss man sowohl mit der anorganischen Theorie als auch mit der ganzen Stoffchemie vertraut sein.

Man sollte auch nicht mit dem lernen trödeln, da man im Januar ins erste mündliche Kolloquium kommt, wo man beweisen muss, dass man in etwa die Anorganik begriffen hat.

Die Vorlesung "Anorganische Experimental Chemie" an sich ist dabei sogar relativ entspannend, schlimm wird es in den Seminaren, die man vor dem eigentlichen Praktikum hat. Dort wird eigentlich die gesamte Chemie durch- genommen und das noch vor den Weinachtsferien, wenn man allerdings gut mitlernt, ist man soweit fit für die Vordiplomsklausur in AC.

Da wir ja Ingenieure sind :), wird in den Kolloqs und bei der Klausur nach dem 1. Semester ein Schwerpunkt auf technische Verfahren und Darstellungen gelegt, wobei allerdings auch die Theorie nicht fehlen darf.

Analytische Chemie 1

Die Vorlesung habe ich nicht besucht, dort wurde wohl erzählt was man im Praktikum wie Nachweisen kann. Da sie allerdings immer Freitag morgens, zeitgleich mit der wichtigeren TM-Übung war (zu der ich allerdings auch nicht hingegangen bin), habe ich mir die Vorlesung geschenkt.

Physik

Dienstags morgen um 8:30, wer hat da lust zur Vorlesung zu gehen ;-) Naja ich habe jedenfalls diese Vorlesung nur 2 mal besucht und die Klausur dennoch bestanden. Inhalt der Vorlesung war die komplette Physik von der einfachen Mechanik bis zur Quantenmechanik, das alles in einem Semester, da kann man sich schon denken, dass die Vorlesung nicht wirklich ins Detail gehen konnte. Die Versuche sollen aber immer ganz nett gewesen sein...

Informationstechnik

Und voilà, die nächste Vorlesung, die ich mir so gut wie immer geschenkt habe.

Wie Computer funktionieren weiß ich, Programmieren in C kann ich auch schon und die Assembler ähnliche Sprache ERISC ist wirklich sehr trivial :)

Naja zu den Programmierpraktikas müsste ich immer zur Abgabe der Aufgaben gehen bis 100% sicher war, dass die Aufgaben bei den Chemie-Ing. nicht benotet werden und sonst auch völlig sinnlos sind.

(Roh-)Stoffkunde

Eigentlich dachte ich, diese Vorlesung ginge um Rohstoffe und wo bzw. wie man sie gewinnen konnte, aber so war es nicht.

Prof. Born meinte er solle uns Chemie-Ing. etwas von seinen Lieblingsfach, der Kristallographie erzählen und so lernten wir eine Menge über Gitter, Spiegel- ebenen und sonstige Methoden der Kristallographie.

Da die Vorlesung nun aber nicht Kristallographie hies, hat uns Prof. Born auch mit anderen Gebieten des Mineralogie-Studiums verwöhnt:

Mineralogie, Petrologie, Lagerstättenkunde, Erdgeschichte, Plattentektonik sprich ein wenig von allem, was ja an sich auch Interessant ist.

Eine Klausur wurde dann nach dem Semester geschrieben, die allerdings auch recht planlos war *g*...

Machinenzeichnen (Theorie d.h. DIN-Normen und co.)

So langweilig, dass ich mich nur einmal reingetraut habe, den Stoff werde ich nun im 2. Semester nachholen müssen, während ich meine drei technischen Zeichnungen anfertige. Ich sage nur: Learning by doing!