Studium: Chemie-Ingenieurwesen - 3. SemesterStundenplan im 3. Semester:
Fächer:
- HMII: Höhere Matematik III (Vachenauer)
- PCII: Physikalische Chemie II (Neusser)
- TDI: Technische Thermodynamik I (Sattelmayer)
- OCI: Organisch-Chemisches Praktikum I
- KiA: Konstruktion im Anlagenbau I (Strohmeier)
- KiA (Tutorium): Anwendungen im Apparate- und Anlagenbau (Strohmeier)
- KiA (CAD-Praktikum): Computergestützte Anlagenplanung (Strohmeier)
- BWL: Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre für Ingenieure (Reichwald)
- Bioanorganische Chemie (freiwillig von mir genommen anstatt HMIII, da interessant)
Dies ergibt einen Zeitaufwand, falls man überall hingeht, von: Höhere Mathematik 3- Funktionen von mehreren reellen Variablen - Integration: Physikalische Chemie 2- Gleichgewicht einer chemischen Reaktion mehr hier: Bioanorganische Chemie1. Einleitung: Definition, Abgrenzung, Ziele mehr hier: Technische Thermodynamik IIm Gegensatz zu der chemischen Thermodynamik (PC I) aus dem zweiten Semester, wo es hauptsächlich um Gase und chemische Umwandlungen geht (Umwandlung einer allotropen Modifikation in eine Andere, oder Phasenübergänge), geht es bei der technischen Thermodynamik um ein ganz anderes Anwendungsgebiet. In dem ersten Hauptsatz gehen neben der Volumen- und Druckänderungsarbeit auch Reibungsarbeit und Verschiebearbeit oder andere Formen von mechanischer Arbeit mit ein. Bei der technischen Thermodynamik wird oft die Masse berücksichtigt in Form von potentieller und kinetischer Energie. Die Systeme, die auftreten können sind vielfältiger als in der chemischen Thermodynamik: es gibt geschlossene, offene, ruhende und sich bewegende Systeme, daher mussen neben der Emergieströme (dE/dt) auch die Masseströme (dm/dt) im ersten Hauptsatz berücksichtigt werden. Alles in allem wird dadurch der erste HS etwas komplexer als der 'klassische', der in der Physik und Chemie benutzt wird. Beim zweiten Hauptsatz ist die wichtigste Erweiterung, dass es nun auch Entropieänderungen durch Reibung geben kann. Außerdem werden oft technische Problemstellungen behandelt, z.B. eine Drosselung. Gase oder Gasgemische dürfen oft nicht mehr als ideal angesehen werden und müssen daher als reale Gase berechnet werden. Daher gibt es auch polytrope Zustandsänderungen mit gebrochenen Adiabatenkoeffizienten (z.B. kapa = 1,364). Und als letzten wichtigen Unterschied werden alle Größen masseabhängig, d.h. pro Kilogramm angesehen und nicht Molekular, d.h. pro Mol, das führt manchmal zu Verwechslungen.. Obwohl ich die chemischen Anwendungsgebiete und die chemische Herangehensweise lieber mag, ist die technische Thermodynamik ein sehr interessantes Gebiet, das sich nur Anfangs mit der chemischen Überschneidet. Die Aufgaben in der technischen sind oft komplexer als in der chemischen, aber die in der chemischen verlangen oft ein tieferes Verständnis (muss aber selbstverständlich nicht immer so sein). Alles in allen bilden chemische und technische eine gute Basis für viele themodynamische Problemstellungen. Zu der Vorlesung und zu den Übungen kann ich nur wenig sagen, da ich oft nicht da war. Aber die Vorlesung ist wohl recht empfehlenswert, da Prof. Sattelmayer relativ langsam die Sachverhalte erklärt, für meinen Geschmack teilweise zu langsam und langweilig. Die Übungen waren ähnlich: meist dort ausführlich wo ich es eh schon konnte und zu schnell wo ich vielleicht etwas länger nachdenken musste. Außerdem waren die Übungen immer so spät, dass ich die sowieso nicht bis zum Schluss ausgehalten habe :) mehr hier: Konstruktion im Anlagenbau 1 - Modellierung von Schraubenverbindungen |
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